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Reise-Blog Usbekistan

Reisebericht: Rosalie bereist Usbekistan und Kirgistan

Usbekistan - bisher ein weißer Fleck auf meiner Landkarte. Von den STAN-Staaten habe ich zwar in der Schule schon mal gehört, aber alle bekomme ich dann doch nicht mehr zusammen. Das sollte sich während meiner ersten Usbekistan und Kirgistan Reise endlich ändern.

Usbekistan - Rosalie Tomeit

Taschkent: Usbekistans moderne Hauptstadt

Mit Turkish Airlines geht es von München über Istanbul in die Hauptstadt Usbekistans – Taschkent. Nach der etwas langwierigen Einreise um 3 Uhr nachts dann die Überraschung. Irgendwie ist die Stadt doch viel moderner als ich vorher angenommen hatte. Breite moderne Straßen, von deren Sauberkeit sich manch eine deutsche Großstadt noch etwas abschauen kann. Leicht macht es uns dieses Land allerdings nicht. Nach einer sehr kurzen Nacht mit wenig Schlaf machen wir uns bei 45°C und strahlendem Sonnenschein auf zu unserer ersten Stadtbesichtigung - ich hatte nicht gedacht, dass es so warm wird. Bei Tageslicht bestätigt sich mein erster Eindruck, dass es hier doch anders ist, als ich es mir zu Hause noch vorgestellt habe.
Auf unserer Rundreise besuchen wir neben Taschkent auch noch Chiwa, Buchara und Samarkand. Drei sehenswerte Städte, die vor allem mit historischen Gebäuden, Medresen, Moscheen und Mausoleen begeistern. Die doch so typischen blauen Dächer funkeln in der Sonne und so sind Hitze und Müdigkeit schnell vergessen.

Usbekistan - Taschkent

Natur und Kultur: Erkundungen im Nurata-Gebirge und Samarkand

Ein Abstecher führt uns raus aus den Städten, hinein in die karge Bergwelt des Nurata-Gebirges und zum Aydar-Kul-See. Hier haben wir die Möglichkeit, eine Nacht bei einer usbekischen Familie in einem Gästehaus zu schlafen. Wir werden herzlich empfangen und genießen die angenehme Frische, die sich im Tal ausgebreitet hat. Nach der Hitze der letzten Tage ist diese eine echte Wohltat. Ein leckeres, von den Frauen des Hauses gekochtes Abendessen im Bauch, schlafe ich mit Grillenzirpen ein. Am nächsten Morgen bringt uns eine Wanderung noch ein Stück weiter ins Gebirge. Ich genieße den Ausblick auf die umliegenden Berge und auf das Tal, bevor es weiter nach Samarkand geht. Besonders gut gefällt mir Shak-I-Zinda, die Nekropolis in Samarkand. Eine Vielzahl von Mausoleen, eines schöner als das andere. Die bunt verzierten Kacheln spiegeln die Handwerkskunst der Usbeken wieder. So hat jede Region im Land seine eigenen Muster und Farben, die für die Keramik verwendet werden, wie mir später ein erfahrener Keramik-Meister erzählt. Und auch die Geschichten von meinem persönlichen Reiseleiter fesseln mich. Zählt man die Stufen zum Eingang der Totenstadt und kommt auf die gleiche Anzahl beim Auf- und Abstieg, so darf man sich etwas wünschen. Viel Zeit zum Wünschen bleibt allerdings nicht, denn schon erwartet uns das nächste Highlight.

Kirgistan - Gasthaus im Nurata Gebirge

Nomadenleben in Kirgistan

Nachdem wir das für seine Handwerkskunst bekannte Ferghana-Tal durchquert haben, geht es über die Grenze nach Kirgistan, im Deutschen auch Kirgisien genannt. Hier folgt dann kurz nach der Grenze der Schock: Osch ist genau so, wie ich mir eine typisch sowjetische Stadt vorstelle. Von der reizvollen Landschaft ist hier wenig zu sehen. Aber das soll sich am nächsten Tag ändern, denn es geht für uns weiter ins Gebirge. Berge, Seen und Wälder soweit das Auge reicht. Nach einer ruhigen Nacht mitten im Grünen machen wir uns auf zum Son-Kul-See, meinem persönlichen Highlight in Kirgistan. Schon die Fahrt ist spannend: es geht steile Wege bergauf und -ab, Schotterpisten wechseln sich ab mit mehr oder weniger asphaltierten Straßen und überall begegnen wir den Sommernomaden. Jeden Sommer geht es für sie aufs Neue raus in die Berge, um ihre Tiere weiden zu lassen. Dabei leben die Nomaden in Zelten, sogenannten Jurten, und ziehen alle paar Wochen mit ihren Tieren weiter. Auf 3.300 Metern Höhe erreichen wir dann den Son-Kul-See und haben Glück, dass gerade Reiterspiele der Nomaden stattfinden. Neben dem reiterlichen Können zieht mich vor allem auch die Landschaft des mitten in den Bergen liegenden Sees in seinen Bann. Die Nacht in der Jurte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt lässt mich zuerst mit einem mulmigen Gefühl an die kommende Nacht denken, erweist sich dann aber doch als angenehm und erholsam. Anschließend geht es für uns weiter in Richtung Issyk-Kul-See, den wir einmal fast umrunden. In Karakol besuchen wir das Grab Przewalski's und genießen im Anschluss leckeren Fisch, bevor wir uns einige Petroglyphen aus der Nähe ansehen. Dann heißt es auch schon fast Abschied nehmen von zwei der faszinierendsten Länder, die ich in letzter Zeit besuchen durfte. Die letzte Station unserer Reise ist Bischkek, die kirgisische Hauptstadt.

Es liegen zwei interessante Wochen entlang der Seidenstraße hinter mir und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch in dieser Region war.

Kirgistan - Issyk Kul See

Usbekistan hautnah erleben? Rosalie plant gerne eine unvergessliche und ganz individuelle Usbekistan Rundreise mit einem Abstecher nach Kirgistan für Sie. Kontaktieren Sie Rosalie per Telefon: 089 127 091 125 oder per E-Mail: rosalie(at)asienteam.de


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